ZigBee

Es gibt viele verschiedene Standards, um Daten von einem Gerät aufs andere zu übertragen. Einer davon ist ZigBee RF4CE. Die Funktechnologie zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich vor allem für Übertragungen mit wenig Datenaufkommen anbietet, wie es zum Beispiel in der Lichtsteuerung der Fall ist. Aber auch Sensornetzwerke und insbesondere das Smart Home (auch: Smarthome) profitieren von Funkmodulen mit ZigBee. Auch im Garten ist ZigBee praktisch, beispielsweise in einem Mähroboter.

Für die Hausautomation bietet sich ZigBee an, weil der Übertragungsstandard ohnehin nur kurze Distanzen von bis zu 100 Metern abdecken kann. Auf längeren Strecken gehen die Informationen verloren. Der Vorteil an ZigBee im Vergleich zu WLAN: Internet ist für die Datenübertragung nicht nötig. So kannst Du Dein Smart Home auch ohne WLAN und Internet-Verbindung vernetzen und steuern. Mit dem Smartphone verbinden lassen sich ZigBee-Geräte allerdings nur, wenn Dein Handy mit dem Funkstandard kompatibel ist. Ohne Internet-Verbindung kannst Du Dein Smart Home außerdem nicht von unterwegs steuern, egal ob deine Geräte ZigBee verwenden oder nicht.

ZigBee RF4CE und Licht

Praktisch ist ZigBee vor allem für die Lichtsteuerung. Hersteller, die smarte GU10- und E27-Lampen herstellen sind unter anderem: Innr, Osram Lightify, Philips Hue, ConBee, Nanoleaf. Lightstrip, Philips Hue Ambiance und Co kannst Du meist mit einem mitgelieferten Dimmschalter dimmen. Je nach Modell strahlen die LEDs in Deinem Smarthome nicht nur in Weiß oder Warmweiß, sondern auch in anderen Farben. Achte beim Kauf auf den Hinweis „RGBW“, damit weißt Du, ob die LED bunt oder weiß leuchtet. Übrigens: Ob eine Lampe dimmbar (auch: tunable) ist, hängt nicht von den LEDs ab, sondern von der Schaltung, mit der Du die Lampen verknüpfst.

ZigBee und andere Funkstandards

ZigBee ist nicht der einzige drahtlose Funkstandard. Bekannte Übertragungsarten sind: Z-Wave, EnOcean, Bluetooth, NFC und natürlich WLAN. Untereinander sind die Übertragungsmöglichkeiten nicht kompatibel. Um Geräte mit unterschiedlichen Funkstandards verbinden zu können, musst Du auf ein spezielles Gateway zurückgreifen. Dabei handelt es sich um eine Schaltzentrale für Deine Smart Home Geräte. Achtung: Nicht alle Gateways unterstützen verschiedene Funktechnologien. Du solltest Dich im Voraus informieren und nur kompatible Geräte in Dein Smart Home integrieren. Eine Alternative bietet Homee. Das smarte Gateway in Form eines Würfel-Stecksystems unterstützt dank ausgeklügelter Technik unterschiedliche Funksysteme. Dadurch kannst Du auch ZigBee-Funkmodule mit Apples HomeKit mit ZigBee-Geräten verknüpfen.

Hast Du einmal mit ZigBee-Geräten angefangen, solltest Du auch weiterhin auf denselben Standard setzen. Das hat nicht nur etwas mit der Kompatibilität zu tun, sondern auch mit Sicherheit. Jede Funktechnologie verschlüsselt Daten auf andere Weise. Verwendest Du nun ein Gerät mit einem anderen Standard, kann es passieren, dass Daten unverschlüsselt übertragen werden, damit sie ankommen. Dadurch ist es ein Leichtes für Hacker und Daten-Diebe, an die Informationen heranzukommen.

Wer einen Raspberry Mini-PC zu Hause hat, kann ihn mit einem zusätzlichen Funkmodul ausstatten, das sich Raspbee nennt. Dadurch lassen sich auch ZigBee-Geräte an den Raspberry koppeln.