Einbrecher sind zwar hauptsächlich in der dunklen Jahreszeit aktiv – aber auch die Sommerzeit birgt Gefahren: Ganz nach dem Sprichwort „Gelegenheit macht Diebe“ nutzen Einbrecher Deine Abwesenheit während des Urlaubs aus. Intelligente Haustechnik macht den Dieben einen Strich durch die Rechnung. Welches System bei Stiftung Warentest aktuell am besten abgeschnitten hat und worauf Du achten solltest, erfährst Du hier.

Eines vorneweg: Vernetzte Sicherheitstechnik ersetzt nicht den soliden mechanischen Einbruchschutz. Fenster und Türen in Privathaushalten sollten idealerweise mit einer Einbruchhemmung nach DIN EN 1627 ausgestattet und zertifiziert sein. Selbstverständlich lassen sich Türen und Fenster jederzeit nachrüsten – zum Beispiel mit Zusatzsicherungen und Mehrfachverriegelungen.

Mechanische Verriegelung für ein Fenster zum Nachrüsten.

Fenster und Türen mit Sensoren melden jede Bewegung.

Einbruchschutz: Kleine Geräte mit großer Wirkung

Die Frage, wer während Deiner Abwesenheit die Rollläden hoch und herunterlässt, abends das Licht einschaltet und die Blumen gießt, hat sich mit einem Smart Home erledigt. Smart Home Systeme schaffen hier Abhilfe: Von IP-Überwachungskamera über Fenster- und Türsensoren bis hin zu automatischen Bewässerungssystemen; die Bandbreite an intelligenten Komponenten ist groß. Mit einem Smart Home schlägst Du so zwei Fliegen mit einer Klappe: Dein Zuhause sieht bewohnt aus und Du hast auch von der Ferne per Smartphone oder Tablet das Geschehen im Blick.

Überwachung aus der Ferne.

Mit smarter Haustechnik hast Du auch während des Urlaubs volle Kontrolle.

Überwachungskamera im Eigenbau – hier geht’s zum Artikel.

Smarte Sicherheitssysteme unter der Lupe

Intelligente Sicherheitstechnik ist damit eine perfekte Ergänzung zur mechanischen Einbruchhemmung. Dennoch solltest Du Dich nicht blind auf die Elektronik verlassen. Stiftung Warentest hat die Reisezeit zum Anlass genommen, vier gängige Heimsicherheitssysteme einem Vergleichstest zu unterziehen. Die Tester untersuchten die Smart Home Systeme zum Selbsteinbau von Devolo Home Control, Homematic IP von eQ-3, Innogy Smarthome sowie Telekom Magenta Smarthome unter anderem unter den Gesichtspunkten Alarmfunktion, Handhabung, Robustheit und Verarbeitung sowie Sicherheitskonzept.

Stiftung Warentest hat folgendes Setting getestet: Ein Haus, das mit einer Steuerungszentrale, zwei Bewegungsmeldern und sechs Sensoren für Fenster und Türen aufgerüstet wurde. Außerdem wurde eine Innensirene oder ein vergleichbares Gerät und partiell eine Kamera überprüft.

Details zum Testverfahren findest Du hier.

Dem Test zufolge haben die Smart Home Systeme mit dem Fokus auf Einbruchschutz noch Verbesserungsbedarf. Vor allem die Steuereinheiten stellen demnach eine Sicherheitslücke dar, da sie nicht gegen Stromausfälle geschützt sind. Es gibt keinen Abrissalarm und keine Batterien, die den Betrieb bei unterbrochener Stromzufuhr überbrücken können. Der Besitzer wird nicht benachrichtig, wenn die Zentrale ausfällt. Nur der Testbeste schließt diese Lücke zum Teil.

Was Du bei der Heimvernetzung noch beachten solltest, erfährst Du im Artikel „Smart Home: Die stärksten Vorteile im intelligenten Zuhause.

Günstigstes System liefert akzeptables Ergebnis

Das günstigste System im Test, das Homematic IP von eQ-3, ist laut der Tester akzeptabel und bekommt die Note „befriedigend“: Das Paket von Homematic verfügt im Gegensatz zu den drei anderen Systemen über eine integrierte Sicherung für die Innensirene sowie für die Bewegungs-, Fenster- und Türsensoren, sodass der Bewohner eine Push-Nachricht auf das Smartphone bekommt, sobald sich ein Unbefugter an den Meldern oder der Sirene zu schaffen macht. Lediglich das Sicherheitssystem von Devolo gibt bei Sabotage der Innensirene zumindest noch ein Warnsignal ab – bei Telekom und Innogy erfolgt weder eine akustische Warnung noch eine Benachrichtigung. Die intelligenten Heimsicherungen von Telekom, Innogy und Devolo schaffen in der Gesamtwertung ein „ausreichend“.

Abschließend gibt Stiftung Warentest noch einen Tipp: Die Zentralen am besten versteckt platzieren und zusätzlich mit Bewegungsmeldern sichern.

Der ausführliche Test erscheint in der „test“-Ausgabe 8/2018.

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