Eigentlich hat sich Ikea mit minimalistischen Holzmöbeln einen Namen gemacht. Mittlerweile vertreibt das Möbelhaus neben Holzeinrichtung auch immer mehr elektronische Geräte. So unter anderem den Bluetooth-Lautsprecher „ENEBY“ und das „Ikea Smart Home“-System TRÅDFRI.

Die Zeiten, in denen Ikea ausschließlich aus Holz produzierte Möbel an den Mann und die Frau gebracht hat, sind längst vorbei. Wer aufmerksam durch das schwedische Möbelhaus spaziert, hat möglicherweise auch schon einmal die induktive Ladestation „NORDMÄRKE“ oder die Bluetooth-Box „ENEBY“ entdeckt. Eneby und Nordmärke sind aber nicht die einzigen elektronischen Geräte im Ikea-Portfolio. Das schwedische Möbelhaus hat außerdem die smarten Lampen der „TRÅDFRI“-Reihe (auch: Tradfri) im Programm, die sich per Smartphone und Tablet steuern lassen. Damit ist der Auftakt zum ersten „Ikea Smart Home“-System geschafft.

Kabelloses Laden und Lautsprecher in schickem Design

Bei der Bluetooth-Box Eneby handelt es sich zwar nicht um einen smarten Lautsprecher á la Alexa, Google Home und Apple HomePod, dennoch ist es keine beliebige Bluetooth-Box. Denn ihre Optik erinnert an klassische Ikea-Möbel. Der Lautsprecher ist quadratisch und sehr schlicht gehalten. Er ist in Schwarz mit schwarzer Netzfront und in Weiß mit grauer Netzfront erhältlich. Die Abdeckungen lassen sich abnehmen. So kannst Du einen minimalistischen Touch in Deine vier Wände bringen. Wer zwei verschiedenfarbige Lautsprecher kauft, kann die Fronten außerdem austauschen und die Komponenten in gewohnter Ikea-Manier an die vorhandene Einrichtung anpassen. Du verbindest Eneby per Bluetooth mit Deinem Computer, Smartphone, Tablet oder einem anderen Bluetooth-fähigen Gerät.

Ikea Nordmärke

Praktisch und effizient: Induktive Ladegeräte.

Die induktive Ladestation „Nordmärke“ ist ebenfalls nicht smart im klassischen Sinne, allerdings ist sie sehr praktisch. Smartphones, die die Technik unterstützen, werden einfach auf die Holzplatte gelegt und kabellos aufgeladen.

Ikea Smart Home und Beleuchtung

Ikea ist mit dem Beleuchtungssystem „TRÅDFRI“ ins Geschäft der Smart-Home-Systeme eingestiegen. Neben smarten Glühlampen und passenden Bedienelementen gehören außerdem mit LEDs beleuchtete Schranktüren zum Programm. Bisher gibt es die Türen allerdings nur für Regale der „BESTÅ“-Reihe (auch: Besta). Zusätzlich bietet Ikea LED Panels an. Du hängst sie wie Bilderrahmen auf und schaffst mit der richtigen Beleuchtungseinstellung stimmungsvolles Licht.

Ikea Tradfri App

Per App lassen sich Helligkeit und Farbe der Tradfri-Lampen einstellen

Um die Tradfri-Anlage in Betrieb zu nehmen, brauchst Du nicht nur spezielle Ikea-Lampen, sondern auch das sogenannte Gateway. Dabei handelt es sich um einen Controller, von dem aus Dein Ikea Smart Home gesteuert wird. Bevor Du neue Ikea Lampen ins Smart-Home-System integrierst, verbindest Du sie mit dem Gateway.

Alle smarten Ikea Lampen lassen sich per App vom Smartphone oder Tablet bedienen. Alles, was Du dafür brauchst, ist die Tradfri-App. Sie ist für Android- und iOS-Geräte verfügbar. Hast Du sie installiert, verbindest Du das Gateway mit der App und schon kannst Du Deine Ikea Lampen ein- und ausschalten, dimmen und in unterschiedlichen Farben erstrahlen lassen. Darüber hinaus bietet die App die Möglichkeit, einen Timer einzustellen. Damit kannst Du Dich sanft wecken lassen und zu jeder Situation die richtigen Lichtverhältnisse schaffen.

Mit welchen Systemen ist TRÅDFRI kompatibel?

Anfangs unterstütze Tradfri keine anderen Smart-Home-Systeme. Mittlerweile sind die Ikea Lampen allerdings mit den Sprachassistenten Amazon Echo, Google Home und dem Apple HomePod kompatibel, so dass Du die Ikea Lampen per Sprachbefehl ein- und ausschaltest und dimmst. Tradfri lässt sich aber auch ohne HomePod mit Elementen des Apple HomeKit verbinden.

Darüber hinaus lassen sich die smarten Leuchten mit dem System Philips Hue kontrollieren. Das ist vor allem für diejenigen interessant, die ihre Beleuchtung von unterwegs steuern möchten. Denn Tradfri-Lampen lassen sich zwar per App ein- und ausschalten, allerdings nur, wenn Du Dich im selben Netzwerk befindest. Außerhalb Deines WLANs kannst Du nicht auf Tradfri zugreifen. Auch nicht per App. Der Grund dafür ist, dass die Lampen nicht übers Internet gesteuert werden, sondern über Dein Heimnetzwerk. Das hat vor allem den Vorteil, dass sich niemand so leicht von außen zwischenschalten und die Beleuchtung fremdsteuern kann. Mehr zum Thema Smarthome und Sicherheit.

Ikea Glühbirnen Tradfri

Tradfri lässt sich nicht nur mit Ikea-Lampen, sondern auch mit Philips Hue verbinden

Wer seine Lampen vom Urlaub oder vom Büro aus kontrollieren möchte, muss sie mit dem Internet verbinden. Zum Beispiel mit Philips Hue oder einem anderen System, das den Funkstandard ZigBee nutzt. Achtung: Beide Geräte müssen mit derselben ZigBee-Version ausgestattet sein, sonst besteht die Chance, dass die Vernetzung nicht funktioniert. Hast Du die Ikea-Lampen mit einem anderen Smart-Home-System verbunden, kannst Du die Beleuchtung weiterhin über die Tradfri-App steuern. Alternativ nutzt Du die App des anderen Herstellers, dessen Smart-Home-Elemente Du nutzt.

Wir haben für Dich einen Leitfaden über Smart-Home-Starterpakete in petto und klären Dich gerne über weitere Smart-Home-Systeme auf.

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