IFTTT steht für „If This Then That“ – zu Deutsch „Wenn Dies Dann Das“. Der Dienstanbieter ermöglicht Dir die Vernetzung verschiedener Anwendungen mit Onlinediensten und elektronischen Geräten. Dabei wird ein Auslöser mit einer Aktion verknüpft. IFTTT schafft so viele Anwendungsmöglichkeiten rund um das vernetzte Zuhause: Sobald Du das Haus verlässt, wird beispielsweise automatisch das Licht ausgeschaltet. Wie genau das funktioniert und wie Du die Funktion am besten für Dein Smart Home nutzen kannst, erfährst Du hier.

IFTTT im Smart Home

Der Automatisierungsdienst IFTTT erlaubt Dir die individuelle Verknüpfung von Apps und Geräten. Die Mechanismen dahinter sind einfach. Ein von Dir festgelegtes Ereignis – Trigger genannt – löst eine ebenfalls vorher definierte Reaktion aus. Ein Beispiel: Wenn der Wetterdienst für Deine Region Regen vorausgesagt hat, schickt Dir Dein Smartphone eine „Schirm einpacken“-SMS.

IFTTT: junge Frau kommt nach Hause und öffnet die Tür

Dein Zuhause empfängt Dich klimatisiert – ganz automatisch.

Das IFTTT-System ist aus dem Smart Home nicht mehr wegzudenken. Eines der häufigsten Probleme bei der intelligenten Vernetzung des Zuhauses ist die Kompatibilität verschiedener Produkte. IFTTT umgeht diese Problematik einfach. Es wird zur Verbindungstelle zwischen Smart-Home-Systemen, die eigentlich nicht zueinander passen. Von Nest bis Tado – die Liste der kompatiblen Hersteller ist lang. So lässt sich der Dienst beispielsweise mit Philips Lichtsystem Hue verbinden, sodass die Lampen automatisch angehen, sobald Du den Flur betrittst. Und auch Amazon Echo mit dem Voice Service Alexa kannst Du so mit dem System verknüpfen, dass mit einem einzigen Befehl vor dem Schlafengehen sämtliche Lichter gelöscht, die Heizung ausgeschaltet und Türen und Fenster verriegelt werden.

So funktionierts

Die Anweisungen werden „Recipes“ beziehungsweise „Applets“ genannt. Ein Applet ist Teil eines sogenannten Service: So werden die Überkategorien der einzelnen Befehle genannt, zum Beispiel Blogging, Cloud Storage, Email oder Health & Fitness. IFTTT bietet eine Menge Service an, die jeweils über mehrere Applets verfügen. Hier sind Englischkenntnisse gefragt – den Dienst gibt es nur auf Englisch und auch ansonsten ist das System auf den nordamerikanischen Nutzer ausgelegt. Die meisten Funktionen sind aber auch in Deutschland problemlos nutzbar.

Applets können jederzeit konfiguriert oder rückgängig gemacht werden. Per Smartphone oder mit einem anderen mobilen Endgerät hast Du die volle Kontrolle über das System. Du kannst auch selbst individuelle Applets erstellen. Wichtig dabei ist, dass die Dienste, die Du koppeln möchtest, auch unterstützt werden.

Applets – eine Übersicht

Besonders beliebt sind Location-Applets: Die App ermittelt Deinen Standort per GPS oder registriert, wann Du Dich in welchem WLAN-Netz befindest. Du kannst ganz einfach individuelle Einstellungen vornehmen: Sobald Du das Büro verlässt, geht die Heizung Zuhause an oder wenn du an Deinem Lieblingssupermarkt vorbeikommst, bekommst Du eine SMS mit der aktuellen Einkaufsliste. Bei den ortsgebundenen Applets sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Tablet und Smartphone liegen nebeneinander und zeigen Startbildschirm von IFTTT

Über individualisierte Applets kannst Du IFTTT an Dich anpassen.

Neben den Location-Applets gibt es vorgefertigte Befehle für Bereiche wie Fotografie, Autos oder Politik. So bekommst Du immer die neuesten Nachrichten per Mail, das Garagentor öffnet und schließt von selbst und Deine Instagram-Schnappschüsse landen direkt bei Twitter. Sogar Hochzeits-Applets kannst Du bei Bedarf nutzen, um Termine zu koordinieren oder Hochzeitsfotos direkt in Deinen Cloudspeicher zu schieben.

Alternativen Yonomi und Stringify

Neben IFTTT gibt es noch eine Reihe anderer Apps, die ebenfalls Dienste und Geräte zusammenführen. Yonomi ist ebenfalls speziell auf den Smart-Home-Bereich ausgelegt: Die App scannt automatisch alle smarten Geräte in Deinem Netzwerk und macht Dir Vorschläge zur Automatisierung. So lassen sich eine ganze Reihe von Prozessen und Geräten miteinander vernetzen. Je nach Konfiguration erspart Dir das die Steuerung über mehrere Apps der Hersteller. Ebenfalls speziell auf den Smart-Home-Bereich ausgelegt ist Stringify. Mithilfe der App kannst Du ganze Reaktionsketten festlegen.

IFTTT jenseits von Smart Home

Neben den auf Smart Home ausgerichteten Anwendungen gibt es auch Systeme, die sich auf spezifischere Automatisierungen spezialisieren. Tasker und Automate wurden für Android entwickelt, Flow für Microsoft. Die Apps helfen Dir dabei, Abläufe auf Deinem Handy zu automatisieren.

Mit Automate beispielsweise erstellst Du sogenannte Flows. So liest Dir Dein Handy Benachrichtigungen auf Knopfdruck laut vor oder das WLAN schaltet sich mit Verlassen und Betreten des Hauses automatisch aus und an. Tasker und Flow funktionieren im Prinzip genauso so. Die Apps nehmen Dir durch die Automatisierung viele kleine Klicks ab und vereinfachen so den Gebrauch Deiner mobilen Endgeräte.

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