Dank Funk-Technik kannst Du Dein Zuhause ganz einfach vernetzen. Von anderen Funkstandards hebt sich ZigBee durch einfache Bedienung und besonders hohe Verbindungsstabilität ab.

Smart per Funk vernetzt – mit ZigBee

Einer der etabliertesten Funkstandards im Smart Home ist ZigBee, der der Vernetzung intelligenter Komponenten dient. Da er auf die Übertragung kleiner Datenpakete ausgelegt ist, verbraucht er wenig Energie. Das ist ein Plus, da viele Smart-Home-Geräte batteriebetrieben sind und einen energiesparenden Funkstandard benötigen.

Anwendungsbereiche für den Funkstandard ZigBee im SmartHome

ZigBee kann vielseitig zur Vernetzung elektronischer Geräte eingesetzt werden.

Die ZigBee-Allianz wurde 2002 von Unternehmen wie Motorola und Philips mit dem Ziel gegründet, herstellerübergreifende Vernetzungslösungen zu schaffen. ZigBee funkt über lizenzfreie Bänder und je nach Beschaffenheit der Umgebung deckt der Standard ein Areal von 10 bis 75 Metern ab. Wände und andere Hindernisse zwischen den Geräten stören das Signal und verringern die Reichweite, was in einem Smart Home allerdings weniger ins Gewicht fällt. Von anderen Funkstandards wie beispielweise Z-Wave oder Bluetooth hebt sich das Protokoll vor allem durch die Mesh-Netzwerk-Technologie ab. So baut ZigBee besonders stabile Verbindungen zu angebundenen Geräten auf.

Mesh-Netzwerk: Die einzelnen Komponenten sind nicht wie bei einem sternförmigen Netzwerk (zum Beispiel WLAN) über einen einzelnen Knotenpunkt verbunden. Stattdessen kommunizieren die Geräte auch untereinander und bauen ein dicht vermaschtes Netz auf. Das hat den Vorteil, dass die Verbindung stabiler ist und auch beim Ausfall eines Geräts der Informationsfluss nicht abbricht.

ZigBee 3.0

Die aktuellste ZigBee-Version erschien 2016 und machte den Standard fit für die Zusammenlegung unterschiedlicher Anwendungsbereiche. Zuvor umfasste der Begriff ZigBee-Standard mehrere Profile, die zwar alle auf der gleichen Frequenz sendeten, aber untereinander nicht kompatibel waren. Das führte in der Vergangenheit wiederholt zu Problemen. So ließen sich zum Beispiel die smarten IKEA-Lampen Trådfri nicht gemeinsam mit dem Lichtsystem Hue von Philips verbinden, obwohl beide ZigBee verwendeten.

Grafik hebt den Aspekt der Hausautomation bei dem Funkstandard ZigBee hervor

In der Hausautomation erfreut sich ZigBee großer Beliebtheit, ist aber auch in anderen Bereichen einsetzbar.

Außerdem kooperiert die ZigBee-Allianz mit Konkurrent EnOcean, der Vorreiter in Sachen Energieeffizienz ist und nutzt dessen „energy harvesting“-Prinzip, um den benötigten Strom für das Smart-Home-System selbst zu produzieren. So macht es zum Beispiel der Philips‘ Lichtschalter Hue Tap: Durch das Drücken des Schalters wird eine geringe Menge kinetischer Energie erzeugt, die ausreicht, um das Funksignal weiterzuleiten und das Licht einzuschalten.

Achtung, es gibt eine Ausnahme von der Zusammenlegung! ZigBee Smart Energy für digitale Wasser- und Stromzähler ist nicht von den Angleichungsmaßnahmen betroffen, da die Daten eine spezielle Verschlüsselung benötigen.

Philips Hue, Alexa und Co. sind kompatibel

Ein weiterer großer Vorteil der Technik ist die Produkt-Vielfalt. Über 200 Unternehmen sind Teil der ZigBee-Allianz und dank des vereinheitlichenden Standards ist eine herstellerübergreifende Vernetzung noch einfacher geworden. Für die Steuerung ist eine Zentrale nötig; kompatible Systeme stammen unter anderem von Logitech, Almond und Google. Telekom-Kunden können mit Magenta SmartHome den Standard sogar einfach über einen USB-Stick nachrüsten, der an die Home Base angeschlossen werden kann.

ZigBee: Philips Hue Glühbirnen und Bridge

Philips Hue nutzt ZigBee.

Besonders populär ist ZigBee dank seiner energiesparenden Technik bei smarten Lichtsystemen. Philips Hue und Osram Lightify sind ebenso kompatibel wie IKEA Trådfri und das RaspBee Gateway mit integriertem Raspberry Pi 3. Die Funk-Technik kommt aber ebenso in anderen Smart-Home-Bereichen zum Einsatz: Heizungsthermostate, Rauchmelder, Temperatursensoren und Bewegungsmelder unterschiedlicher Hersteller funken mit ZigBee. Und auch der Amazon Echo mit seiner Sprachassistentin Alexa kann in ein ZigBee-System eingebunden werden.

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