Smart-Home-Gadgets werden immer beliebter und es gibt bereits viele Alltagsgegenstände, die sich per Smartphone und Tablet steuern lassen. Neben höherem Komfort und mehr Sicherheit gibt es zahlreiche weitere Vorteile, die Smart-Home-Geräte mit sich bringen. Vorausgesetzt Du gehst verantwortungsvoll damit um. Wir verraten Dir, worauf Du bei der digitalen Heimvernetzung achten solltest.

Auf dem Weg nach Hause die Heizung einschalten, ohne aufzustehen die Lampen anknipsen und mit der Stimme die Musikanlage in Gang bringen – Smart-Home-Technologie macht es möglich. Eines, was alle Smart-Home-Geräte gemeinsam haben, ist ihre Verbindung zum Internet. Über WLAN kommunizieren die Gadgets mit Deinem Smartphone oder Tablet. Einige Produkte, wie der Apple HomePod, Amazon Echo und der Google Assistant, reagieren auf Deine Stimme. Ein großer Vorteil der Technologie liegt klar auf der Hand: Das System ist unglaublich komfortabel. Aber: Beim Smart Home geht es nicht nur um Komfort, sondern auch um Effizienz.

Hoher Komfort und Energie sparen mit Smart-Home-Technologie

Ein Smart Home macht das Leben deutlich bequemer: Rollladen werden automatisch hochgezogen, Blumen werden nach Bedarf von selbst gegossen und die Heizung ist bereits auf die perfekte Raumtemperatur eingestellt, bevor Du das Haus betrittst. Besonders praktisch ist die Steuerung über das Smartphone, denn dadurch kannst Du von unterwegs aus elektronische Geräte in Deinen vier Wänden ansprechen und zum Beispiel die Waschmaschine starten oder noch eben das Licht ausmachen, weil Du es beim Verlassen der Wohnung vergessen hast.

Ein weiterer Punkt ist die Energieeffizienz. Smarte Thermostate regeln die Raumtemperatur automatisch und halten sie auf einem bestimmten Level. Sie reagieren außerdem auf geöffnete Fenster, Sonneneinstrahlung und je nach Modell auch auf die Sauerstoffmenge in der Luft. Dadurch herrschen in Deinem Zuhause nicht nur ideale Bedingungen, sondern es geht auch deutlich weniger Wärme und Energie verloren. Dank schaltbarer Steckdosen trennst Du mit einem Handgriff alle Geräte im Standby-Modus von der Stromversorgung und sparst damit nicht nur Energie, sondern auch Geld.

Mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden

Früher musstest Du vor einer langen Reise Nachbarn und Freunde bitten, Deine Rollladen zu bewegen oder hin und wieder Licht einzuschalten, damit Diebe nicht auf Dein Haus aufmerksam werden. Heute übernimmst Du das einfach selbst und hältst Dir Langfinger vom Leib. Wer das Ganze etwas autonomer gestalten möchte, kann per App die Zeit festlegen, zu der das Licht angeht und die Rollos nach unten wandern.

Smart Home macht die Überwachung der eigenen vier Wände ganz einfach.

Mit smarten Kameras behältst Du auch unterwegs Zuhause alles im Blick.

Aber nicht nur Einbrecher sind eine Gefahr für Dein Eigenheim, sondern auch Brände. Mit smarten Rauchmeldern wirst Du sofort informiert, falls sich zu Hause Rauch entwickelt und Geräte wie Herd und Backofen lassen sich auch per Smartphone vom Büro aus ausschalten.

Sicherheitslücken im Smart-Home-System

Neben vielen Vorteilen, die Smart-Home-Technologie mit sich bringt, gibt es allerdings auch einige Risiken, auf die Du unbedingt achten solltest, bevor Du Dein Haus vernetzt. Damit Smart-Home-Gadgets funktionieren, benötigen sie in der Regel einen Zugang zum Internet, denn dadurch werden die Daten auf Dein Smartphone oder auf andere Smart-Home-Geräte übertragen. Das Problem: Überall da, wo das Internet eine Rolle spielt, sind auch Hacker nicht weit. Gelingt es Betrügern, sich zwischen die Geräte und das Smartphone des Nutzers einzuschleusen, lässt sich jedes Gerät kinderleicht fremdsteuern. Damit das nicht passiert, solltest Du immer sichere Passwörter mit Sonderzeichen, Groß- und Kleinbuchstaben und Zahlen verwenden. Eine Kombination aus allem ist vor allem dann perfekt, wenn kein System dahintersteckt. Geburtsdaten oder Namen sind keine sicheren Passwörter.

Netzwerk mit Schloss.

Sicherheit wird bei Smart Home großgeschrieben – denn vernetzte Komponenten bergen auch Risiken.

Ebenso solltest Du Dich mit Geräten, mit denen Du Dein Smart Home steuerst, von zweifelhaften Internetseiten und Apps fernhalten, bei denen Du Dir nicht zu 100 Prozent sicher sein kannst, dass sie vertrauenswürdig sind. Denn Viren bahnen sich schnell einen Weg von Deinem Smartphone ins gesamte Smart Home.

Darüber hinaus solltest Du darauf achten, dass Deine Smart-Home-Produkte alle Daten ausschließlich in verschlüsselter Form weiterleiten, damit sie nicht abgefangen werden können. Denn Langfinger sind nicht nur daran interessiert, sich Zutritt zu Deinem Haus zu verschaffen, sondern greifen auch gerne Daten ab. Um Verbrauchern einen besseren Überblick über sichere Smart-Home-Geräte zu liefern, hat die Sicherheitsfirma AV-Test sieben Smart-Home-Starterkits unter die Lupe genommen, von denen drei besonders positiv aufgefallen sind: QIVICON von der Telekom, RWE Smart Home von RWE und Gigaset Elements von Gigaset.

Achtung vor elektronischen Türschlössern!

Bei elektronischen Türschlossmechanismen ist besondere Vorsicht geboten. Hier gilt: Gelingt es dem Einbrecher, sich zwischen Smartphone und Türschloss ins System zu hacken, ist es ein Kinderspiel, die Tür zu öffnen und sich Zutritt zu verschaffen, ohne Einbruchsspuren zu hinterlassen. Darüber hinaus solltest Du Amazon Echo, den Google Assistant oder den HomePod niemals zu nah an einem Fenster platzieren. Steht es offen, kann ein Dritter von außen leicht selbst mit der Maschine kommunizieren.

Elektronisches Schloss in Bedienung.

Sicherheitsrelevante Komponenten sollten gut geschützt werden – nutze elektronische Türschlösser mit Bedacht.

Smart Home verantwortungsvoll nutzen

Obwohl Smart-Home-Geräte einige Risiken bergen, überwiegen die Vorteile der Technik. Entscheidend für den Gebrauch intelligenter Alltagshelfer ist vor allem ein bedachter Umgang mit ihnen. Solange Du Dir sichere Passwörter ausdenkst und Dich im Vorfeld mit den Produkten beschäftigst, machen Smart-Home-Produkte Dein Leben komfortabler, sicherer und ganz nebenbei sparst Du auch noch Energie, Geld und Zeit.

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