Das Internet of Things, kurz IoT, geht mit Smart Home Hand in Hand. Ohne das sogenannte Internet der Dinge gäbe es keine vollautomatisierten Prozesse und Konsorten wie Alexa, Siri und Cortana blieben stumm. Wie das Internet of Things konkret angewendet wird und welche technischen Voraussetzungen dahinterstecken, erfährst Du hier.

Ohne Internet of Things kein Smart Home – IoT bezeichnet im Allgemeinen nichts weniger als die Vernetzung von Gegenständen und Maschinen durch ein Netzwerk. Sei es ein smarter Lautsprecher im heimischen Wohnzimmer oder eine Maschine in der industriellen Fertigung – intelligente Anwendungen jeglicher Art benötigen eine Verbindung zum Internet und eine eindeutig zu identifizierende Adresse; nur so können Geräte und Maschinen entweder untereinander kommunizieren oder auch von einem Nutzer gesteuert werden.

Ein Nutzer bedient Laptop und Smartphone parallel..

Das Internet of Things bietet viele Möglichkeiten – privat und in der Industrie.

Geprägt wurde der Begriff des Internets der Dinge Ende der neunziger Jahre von Kevin Ashton, Mitbegründer und Geschäftsführer des Auto-ID Center am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Dort leistete der Brite technologische Pioniers-Arbeit auf der Suche nach einer Möglichkeit, Waren auf dem Transportweg zu verfolgen. Mit der Entwicklung des RFID-Chips, der die Ortung von Gütern ermöglicht, revolutionierte Ashton logistische Prozesse.

Wo kommt IoT zum Einsatz?

IoT steht hinter allen intelligenten Produkten und Prozessen – selbstverständlich sind die Anwendungsmöglichkeiten enorm, eine Einteilung in private und industrielle Anwendungen bietet aber eine gute Übersicht.

Im privaten Bereich steht die Gebäudeautomatisierung, also das Smart Home, im Vordergrund. Smarte Geräte, die auch als Smart Devices bezeichnet werden, sollen den Alltag des Nutzers erleichtern und für mehr Sicherheit und Komfort sorgen: Steuerung und Kontrolle von Beleuchtung, Heizung, Rauchmeldern und Alarmanlagen sind hier die primären Anwendungsbereiche. Aber auch in puncto Entertainment spielt das IoT eine maßgebliche Rolle. Die Deutschen verwenden für die Steuerung des smarten Zuhauses am liebsten ihre Stimme – Sprachassistenten von Google, Amazon, Apple, Microsoft und Co. sind nicht nur per se praktisch, sondern auch um damit verbundene clevere Fernseher und Sound-Systeme zu koordinieren. Smarte Geräte können via Funk anhand mobiler Endgeräte, wie Smartphones, Tablets und Laptops, gesteuert werden. Natürlich gibt es auch kabelgebundene Systeme, die fest in ein Gebäude verbaut werden.

Internet of Things: Vernetzte Küchengeräte.

Mit Funktechnologien lassen sich Geräte vernetzen und steuern.

In Wirtschaft, Industrie und im Gesundheitswesen wird das Internet der Dinge hauptsächlich für die Automatisierung von Prozessen genutzt – durch die Vernetzung von Maschinen und Anlagen werden Produktionsabläufe optimiert: Selbstorganisation und Effizienz stehen hier im Fokus. Aber auch die medizinische Überwachung profitiert von den vernetzten Systemen.

Technische Realisierung

Für das Internet of Things sind zwei Komponenten für die technische Umsetzung nötig: Internet und leistungsstarke Mikroprozessoren. Dank immer kompakterer Chips können auch kleine Geräte mit künstlicher Intelligenz versehen werden. Je nach System-Typ wird die Hardware entweder per Kabel oder Funk an ein Netzwerk angeschlossen. Das Internet bildet die Schnittstelle für die Kommunikation zwischen Maschine-zu-Maschine oder Mensch-zu-Maschine. Hierbei kommen gängige Funktechnologien zum Einsatz: WLAN oder Bluetooth sowie Mobilfunkstandards, wie beispielsweise LTE.

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