Die Stabilität und Kapazität einer WLAN-Verbindung hängt von mehreren Faktoren ab. Dem DSL-Router, Herzstück des WLAN-Netzes, kommt dabei eine Schlüsselposition zu – und zwar wortwörtlich. Seine Position kann Störfaktoren eliminieren und das Signal deutlich verbessern. Hier erfährst Du, wo Du Deinen DSL-Router am besten aufstellen und was Du unbedingt vermeiden solltest.

Diese oder eine ähnliche Situation ist Dir bestimmt bekannt: Du stehst in der Küche und möchtest über Spotify Musik hören. Der neueste Hit auf Deiner Playlist macht allerdings überhaupt keinen Spaß, weil der Musikfluss ständig abgehackt wird und letztlich ganz ins Stocken gerät. Schuld ist das schlechte WLAN-Signal. Häufig reicht schon eine Umpositionierung des Routers, um die Netzqualität spürbar zu verbessern.

Wände und Türen stören das WLAN-Signal

Generell gilt: Der Router sollte möglichst nah an der Telefondose und am Endgerät positioniert werden. Leichter gesagt als getan! Dazwischen befinden sich häufig verschiedene Hindernisse, die Du auf den ersten Blick vielleicht gar nicht als solche identifizieren würdest. Dazu zählen in erster Linie Wände und Türen – je dicker, desto störender. Auch das Material spielt eine Rolle; Stahl und Beton schlucken bis zu 25 Prozent des Signals! Aber auch Ecken und Kanten von Möbeln können die Ausbreitung der Funkwellen beeinträchtigen, ebenso wie Feuchtigkeit, spiegelnde Oberflächen und elektronische Geräte. Deshalb ist der Empfang in Küche und Badezimmer meistens am schlechtesten.

DSL-Router perfekt positionieren

Stelle den DSL-Router am besten an einem zentralen Platz in Deiner Wohnung oder Deinem Haus auf, damit sich das Signal gleichmäßig auf die Fläche verteilen kann. Eine Nähe zur Telefondose ist wünschenswert, da das Gerät in der Regel mit einem Ethernet-Kabel angeschlossen wird. Tipp: Du kannst das Kabel aber auch beispielsweise mit einem Kabelschacht verlegen, dann ist eine Aufstellung dicht an der Telefondose nicht notwendig.

DSL-Router: zwei Router, im Hintergrund links ein Fernseher, rechts eine Person mit Tablet

Der Router sollte dicht an den Endgeräten stehen – häufig sind dafür Wohnzimmer oder Arbeitszimmer am besten geeignet.

Was jedoch wichtig ist, ist die Nähe zum Endgerät. Deswegen solltest Du Dir im Vorfeld überlegen, in welchen Räumen eine WLAN-Verbindung besonders wichtig ist. Auch eine Aufstellung neben der Tür ist hilfreich, da sie dünner ist als eine Wand und im Zweifelsfall offenstehen kann. Wusstest Du, dass sich Funkwellen vor allem nach unten und zu den Seiten ausbreiten? Ein höhergelegener und beziehungsweise oder freistehender Standort ist daher empfehlenswert. Ein DSL-Router, der auf dem Boden oder zwischen zwei hohen Schränken steht, sendet wesentlich schlechter als wenn er beispielsweise auf einem der Schränke angebracht wäre.

Apps können Dir bei der Standortsuche helfen

Um eine optimale Positionierung möglich zu machen, solltest Du unbedingt auf die eben genannten Faktoren achten. Zu Deiner Unterstützung gibt es heutzutage mehrere Apps, die Dir bei der Suche nach dem perfekten Standort für Deinen DSL-Router behilflich sind. So gibt es für Fritzbox-Nutzer die AVM-App, WiFi SweetSpots richtet sich an iOS-Nutzer, während WiFi Analyzer speziell für Android zugeschnitten ist.

DSL-Router: Smartphone liegt neben Router

Verschiedene Apps können Dir dabei helfen, Deinen Router gut zu positionieren.

Sollte auch eine Umpositionierung Deines Routers bei schlechtem Empfang nichts nützen, lohnt sich ein Update der Firmware oder ein WLAN-Verstärker. Ein solcher Repeater kann die Reichweite des Netzes vergrößern und das Signal in die entlegensten Kellerecken tragen. Sollte das alles nicht helfen und Dein Netz immer noch langsam sein, muss eine schnellere Internetverbindung her. ADSL2, VDSL und das geplante VDSL2 ermöglichen höhere Übertragungsraten mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 400 Mbit/s.

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