Der DSL-Anschluss ist nur die halbe Miete – für den Zugang zum Internet braucht es entsprechende Hardware. Das Angebot an DSL Modems und DSL Routern ist vielfältig – doch worin liegt denn der Unterschied? Wir verraten es Dir!

DSL Modem und Router werden oft synonym verwendet, obwohl es aus technischer Sicht etliche Unterschiede gibt. Vorab: Nicht jeder braucht das aktuelle Top-Modell unter den Routern, wie beispielsweise die Fritzbox 7590 von Hersteller AVM. Dein Nutzungsverhalten entscheidet darüber, welches Gerät zu Dir passt und das muss nicht zwangsläufig das teuerste mit der umfangreichsten Ausstattung sein. Aber: Moderne Router kommen mit zusätzlichen Features, die nicht nur für mehr Einstellungsmöglichkeiten und Optionen sorgen, sondern auch sicherheitsrelevant sind.

Fritzbox Router mit Kontroll-LEDS in Nahaufnahme.

Moderne Router bieten nicht nur Konfigurationsmöglichkeiten sondern auch Sicherheit.

Modem: Modulator und Demodulator

Ein Modem ermöglicht grob gesagt den Austausch von Signalen über eine analoge Telefonleitung – hier wird zwischen dem sendenden und empfangenden Modem unterschieden. Das sendende Modem moduliert die Signale in einem hohen Frequenzbereich auf, um die Daten vom Telefonsignal abzugrenzen, während das empfangende Modem mithilfe eines Splitters die ursprünglich enthaltende Information wiederum filtert, damit der Rechner das Signal interpretieren kann. Der Verbraucher empfängt über den Teilnehmeranschluss ein gemischtes Signal, welches der Splitter dann in separate Frequenzbereiche für Telefon und Internet aufteilt. Waren diese Frequenzweichen einst separate Boxen, sind sie mittlerweile in der Regel im Modem integriert. Bei modernen IP- oder entbündelten DSL-Anschlüssen ist ein Splitter hingegen nicht mehr nötig.

Aktuell liegen die Bandbreiten eines DSL-Anschlusses bei 16 Mbit/s für einen ADSL-Anschluss sowie zwischen 50 und 100 Mbit/s bei einer VDSL/VDSL2-Leitung. Diese Werte gelten jeweils für den Download – Uploads sind in der Regel langsamer. Im Zusammenhang mit DSL Modems fällt häufig die Abkürzung NTBBA – was lediglich den Netzabschluss für den Breitbandzugang meint. Das Modem stellt damit die Grenze zwischen dem teilnehmerseitigen und amtsseitigen DSL-Anschluss dar.

Hier erfährst Du, wie Du bei Problemen mit Deinem DSL-Anschluss vorgehst.

DSL Modem – einmal ohne alles, bitte

Ein DSL Modem ist die einfachste Art des Internetzugangs: Über den LAN-Port per Ethernet-Kabel mit Deinem PC oder Laptop verbunden, steuert es die ankommenden und abgehenden Datenströme Deines DSL-Anschlusses von Telekom, Vodafone, 1&1 und Co. Verfügt das Modem über einen Gigabit-LAN-Port, profitierst Du vom Highspeed-Netz. Das Netzabschlussgerät gibt es in verschiedenen Varianten. Zu unterscheiden ist, ob es sich um ein externes oder internes Modem handelt, d.h. ob das Modem in einem anderen Gerät integriert ist oder nicht. Standard ist mittlerweile das externe DSL Modem: Ein WLAN Router mit integriertem DSL Modem, das Du entweder direkt mit Deinem Endgerät verbindest oder in ein Netzwerk einbindest. Vorteil: Mit einem WLAN Router surfst Du ohne Strippenziehen.

LAN-Kabel wird mit Schere durchgeschnitten.

Mit einem WLAN-Router surfst Du bequem drahtlos.

WLAN Router inklusive Modem

Ein DSL Router ist aber nicht nur praktisch, weil Du damit kabellos mit Smartphone und Tablet surfen kannst, sondern kommt im Vergleich zum Modem mit Routing-Optionen, Konfigurationsmöglichkeiten und in den meisten Fällen mit integrierter Firewall daher.

Wer einen VDSL-Anschluss mit Vectoring sein Eigen nennen darf, benötigt auch die entsprechende Hardware – der Router muss nämlich mit dem schnellen DSL-Übertragungsstandard kompatibel sein. Ältere Modelle erfüllen nicht die technischen Voraussetzungen für das Highspeed-Netz. Besonders praktisch sind All-in-one-Router mit DECT-Basisstation, die für alle DSL-Anschlüsse einsetzbar sind. In unserem Fritzbox Vergleich stellen wir Dir drei beliebte Fritzbox-Router vor.

Speedport, Fritzbox, EasyBox und HomeBox

Seit August 2016 hast Du die freie Auswahl in puncto Router – ab diesem Zeitpunkt gilt die Routerfreiheit. Du bist also nicht verpflichtet einen Router Deines Providers zu nutzen, sondern kannst ohne Weiteres ein Gerät von einem anderen Hersteller nutzen. Die Internetanbieter setzen dabei auf unterschiedliche Geräte: Die Telekom vermarktet ihre Router unter dem Namen Speedport, 1&1 setzt auf die Fritzbox, Vodafone bietet neben der Fritzbox auch die EasyBox an und O2 hat DSL-Router unter der Bezeichnung HomeBox im Portfolio. Je nach DSL-Tarif ist die entsprechende Hardware kostenlos oder gegen eine monatliche Gebühr zur Miete zu haben. Alternativ kannst Du Dir selbstverständlich im freien Handel einen Router kaufen und in Kombination mit einem DSL-Vertrag einsetzen.

Router von der Telekom, 1&1, Vodafone und O2

Die Internetanbieter haben unterschiedliche DSL Router im Angebot.

Keine weiteren Beiträge