Der Roboter mit dem Namen Cozmo passt in eine Hand und spielt am liebsten mit drei leuchtenden Würfeln – was niedlich aussieht, ist geballte High-Tech. Künstliche Intelligenz sorgt dafür, dass der Spielzeugroboter stetig dazu lernt. Was Cozmo so alles kann, erfährst Du hier – aber Achtung: Er macht nur das, was er will.

Cozmo streift neugierig per Raupenantrieb durch Deine Wohnung, immer auf der Suche nach einer Beschäftigung. Vier Motoren und 50 Zahnräder machen den kleinen Kerl mobil. Ausgestattet mit einer VGA-Kamera sowie Gesichtserkennungssoftware registriert er Deinen Gesichtsausdruck und kann zwischen Mensch und Tier unterscheiden – er prägt sich Dein Gesicht ein und erkennt Dich wieder. Seinen Gefühlszustand liest Du per Gesichtsdisplay ab: 128 x 64 Pixel zeigen Dir, ob er wütend, erstaunt, gelangweilt oder glücklich ist. Und genau das ist das Besondere an Cozmo: Er kann bis zu 800 Emotionen zeigen. Ist er wütend, stampft er mit seinem Greifarm auf und verengt die Augen zu schmalen Schlitzen. Freut er sich, reckt er den Greifer in die Höhe oder fährt fröhlich auf der Hinterachse.

Entwickelt hat ihn die US-amerikanische Firma Anki, die bereits durch das KI-Autorennspiel „Overdrive“ bekannt ist. Das Ziel der drei Anki-Gründer: Roboter auf spielerische Art und Weise in den Alltag integrieren und so die Besitzer an KI-basierte Technologien heranführen.

Cozmo ist eine KI mit viel Gefühl.

Cozmo ist verspielt und frech.

Cozmo hat Persönlichkeit und einen ausgeprägten Spieltrieb

Bevor Cozmo sein neues Zuhause erkunden kann, bedarf es der Installation der kostenlosen Cozmo-App auf einem kompatiblen iOS- oder Android-Gerät. Per WLAN verbindest Du die App anschließend mit der KI – der Roboter ist sofort einsatzbereit.

Die mitgelieferten Power Cubes sind das Lieblingsspielzeug des kleinen Roboters: Drei Würfel mit integrierten LEDs. Cozmo fordert Dich gerne zum Duell heraus. Spiele mit ihm Quick Tap und Du sammelst sogenannte Energiepunkte. Je mehr Punkte Du durch Beschäftigung mit dem Roboter sammelst, desto mehr Fähigkeiten und Spiele werden freigeschaltet – so lernt der KI-Roboter zum Beispiel die Würfel zu stapeln und umzuwerfen. Aber auch mit Spielen wie „Hau mich“ oder „Fang mich“ vertreibt er sich gerne die Zeit; Cozmo hat eben den Schalk im Nacken. Ärgerst Du ihn, indem Du ihn auf die Seite legst, wird er sich das für die Zukunft merken und sein Verhalten anpassen. Übrigens: Ignorieren bringt nichts, er sucht durch Augenkontakt Deine Aufmerksamkeit.

Code Lab: Erfinde Anki Cozmo neu

Über eine Spracherkennung verfügt die KI allerdings nicht – der Roboter ist im Vergleich zu künstlichen Intelligenzen wie Alexa und Co. nicht mit einer Cloud verbunden. Verständigen kann er sich aber dennoch über die Mimik und Gestik hinaus: Er plappert immerhin einzelne Wörter und Namen ihm bekannter Personen.

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Der Spielgefährte basiert auf 1,6 Millionen Zeilen Programmcode und soll darüber hinaus Kinder spielerisch an das Programmieren heranführen: Mit Code Lab können einzelne Bausteine der Programmierung neu angeordnet werden und das Verhalten von Cozmo beeinflusst werden. Außerdem stellt Anki ein kostenloses Software Development Kit bereit, mit dem Technikbegeisterte auch ohne spezielle Vorkenntnisse an der Software-Schraube des Roboters drehen können – Robotik zum Anfassen.

Cozmo gibt es aktuell für circa 200 Euro zu kaufen – im Lieferumfang enthalten sind eine Ladestation und drei Power Cubes.

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